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2022-01-05 20:05:11 +01:00

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Raw Blame History

Tracking und das Sammeln von personenbezogenen Daten

David Reinartz, Felix Förtsch
Stand: 04.01.2022
Ausarbeitung zum gleichnamigem Vortrag im Modul Gesellschaftliche Strukturen im Digitalen Wandel

Guide (Video von Felix)

Hintergrund

Wieso Privatsphäre? Ich hab doch nichts zu verbergen!

Um die Wichtigkeit des Schutzes vor invasiven Trackingmaßnahmen zu begreifen, ist es zunächst wichtig ein Verständnis für das Konzept der Privatsphäre zu bekommen. Wahrscheinlich hat jeder eine Vorstellung von Privatsphäre. Sie tatsächlich zu definieren stellt sich jedoch als gar nicht so einfach heraus.
Informationen werden auf einem Spektrum von publik bis privat erachtet. So wird beispielsweise der Nachname in der Regel als publik gesehen, wohingegen die eigene Kreditkartennummer als private Information gilt. Grundsätzlich äußert sich Privatsphäre in dem Wunsch Privates nicht publik werden zu lassen. Privatsphäreentscheidungen unterliegen dabei jedoch einem Kontext welcher die Entscheidung Daten zu teilen stark beeinflussen kann. Derartige Kontextfaktoren sind die Art der Sammlung, der angegebene Verwendungszweck, das Vertrauen in den Anbieter oder auch die erbrachte Leistung. So geben viele Menschen für Convenienve gerne ihre Standortdaten an Unternehmen wie Google, während sie wahrscheinlich mehr Schwierigkeiten damit hätten diese Informationen an zufällig gewählte Privatpersonen zu geben. Es zeigt sich, dass jeder eine individuelle Definition von der Wichtigkeit der persönlichen Privatsphäre hat und, dass sich diese kontextbedingt dynamisch ändern kann.
Oft wird das folgende sog. Nothing-to-Hide Argument genutzt um das bedingungslose Teilen privater Daten zu verteidigen:

„Wenn Du nichts zu verbergen hast, hast Du auch nichts zu befürchten.“

Dass dieses Argument jedoch realitätsfern ist illustriert ein prägnantes Zitat:

„Zu argumentieren, dass Sie keine Privatsphäre brauchen, weil Sie nichts zu verbergen haben, ist so, als würden Sie sagen, dass Sie keine Meinungsfreiheit brauchen, weil Sie nichts zu sagen haben.“ Edward Snowden

Man muss nichts “zu verstecken haben”, um etwas privat halten zu wollen. Privater Raum mit Informationen, die für andere irrelevant aber dennoch persönlich sind, macht uns erst zu authentischen Individuen. Nur durch diese private Sphäre können wir zwei gegensätzliche menschliche Bedürfnisse stillen: Teil von einer sozialen Gruppe und gleichzeitig abseits dieser Gruppe zu sein.

Wozu wird Tracking benutzt?

Um die Wichtigkeit einer intakten Privatsphäre zu verdeutlichen, ist es hilfreich die Gründe zu verstehen, wegen derer Daten gesammelt werden. Ein großer Aspekt kommt aus der Wirtschaft mit dem sog. Behavioral Advertising. Bei dieser Werbeform geht es darum personalisierte Nutzerprofile zu erstellen, so dass Nutzern effektivere Werbung gezeigt werden kann. Die Daten, welche dazu benötigt werden sind keine "besonderen" Daten, die man verstecken würde, sondern ganz alltägliche Daten. Dazu zählen unter anderem welchen Browser man benutzt, wie oft und wann man welche Seite ansieht, und sogar feine Details z.B. wie lange man mit der Maus über einem Bild eines Produkts wartet bis man darauf klickt. Solche zunächst belanglos wirkenden Informationen werden von Unternehmen wie Amazon und Google auf ihren Websites gesammelt und zu massiven Nutzerprofilen aggregiert. Dadurch können diese Unternehmen ihre eigenen Websites bis ins kleinste Detail optimieren. Zusätzlich verkauft z.B. Google Werbeplätze an andere Unternehmen und kann mit der Masse an Nutzerprofilen dafür sorgen, dass die Werbung Nutzern gezeigt wird, welche wahrscheinlich darauf klicken. Ist man sich dessen nicht bewusst geht man vielleicht sogar davon aus, dass alle Leute die selbe Werbung sehen und lässt das in seine Kaufentscheidungen einfließen.
Persönliche Daten werden auch zur Einschätzung von Kredit- und Vertrauenswürdigkeit genutzt. Nimmt man einen Kredit auf oder möchte man eine Wohnung mieten, so hat die verkaufende Seite ein legitimes Interesse daran zu wissen ob der Kunde zahlungsfähig ist. In Deutschland ist die größte Firma in diesem Bereich, eine sog. Wirtschaftsauskunftei, die SCHUFA. Sie sammelt Daten über aufgenommene Kredite, Rückzahlungsverhalten, Onlinekaufverhalten und mehr. Daraus berechnet sie mit proprietären statistischen Methoden die Wahrscheinlichkeit, ob ein Kunde zahlt. Das ist praktisch und sinnvoll für Banken, Vermieter und Verkäufer. Wenn man als Kunde jedoch einen schlechten SCHUFA-Score hat und durch dessen geheim gehaltene Berechnung nicht weiß wie man ihn effektiv verbessern kann, so kann dies zu Benachteiligungen führen. Ein Schutz vor dieser Art von Datensammlung ist schwieriger als der Schutz online.
-> Noch ein zwei Sätze zu China eventuell (Anders ist es in China. Dort hat Staat Interesse daran um die Bürger über SCS zu erziehen.)

Link zu Vortragsfolien (Inklusive ausführlicher Quellenangaben)

Datenschutzinitiativen

AlgorithmWatch
DataSkop Datenspendeplattform
Big Brother Awards
Reclaim Your Face
OpenSCHUFA

Im Vortrag hervorgehobene Quellen

David Anderson Q.C. - A Question of Trust: Report of the Investigatory Powers Review
Chinas Social Credit System in 2021: From fragmentation towards integration
Vom Vorreiter lernen? Eine multidisziplinäre Analyse des chinesischen Sozialkreditsystems und seiner Auswirkungen auf Deutschland

China

Wikipedia - Face (sociological concept)
The Cult of “Face” in China | 面子
Wikipedia - Public records in China (Dang'an)


Diskussion

Was wurde diskutiert?
Was sind die Ergebnisse?

Frage 1

auf Fahrrad Straftat begehen!
nicht jeder hat Fahrrad
gesundheitliche Beeinträchtigungen (Opa vs. Kind, Rollstuhlfahrer)
Unfallrisiko
Änderung: Jährlich oder monatlich
Pro: Motiviert -> Gut für andere Aspekte, Belohnung, keine Minus (?)
Con: Gefahr für Bevölkerung, Nachweis schwierig, Fälschung möglich

Frage 2

permanente Angst vor Spitzeln (siehe DDR)
höherer verwaltungstechnischer Aufwand
Verbesserung durch positive Propaganda
Gibt es schon
Con: Moralisch (?), anonym, eigentlich keine Belohnung nötig weil es den Normen entspricht
-> zu wenig Pluspunkte

Frage 3

Nachweis (?)
Fehler beheben (?)
Unterschiedliche Arten von Vandalismus
Pro: Geht alle was an und schadet alle
-> zu wenig Minuspunkte

Frage 4

humanitäre Leistung
100 Pkt. zu viel

Gesamt

-> Schwierig / unmöglich Verhältnismäßigkeit zwischen Punkten für Regeln zu erstellen
-> Welche Regeln werden mit aufgenommen? Wer entscheidet das?